06. Januar 2009

Menschen in der kältesten Nacht…

 

kein_winterdienst_0.jpg 

Manchmal wird allerdings auch tagsüber nicht gearbeitet (Bild: ddp)

 

In Berlin, der größten Stadt Deutschlands erlebten einige Menschen die bisher kälteste Nacht. Hier sind einige Einblicke in das Arbeitsleben typischer Berliner.

Claudia Schmidt zieht ihre Mütze tief ins Gesicht. Die Polizistin hat sich in der Nacht zum Dienstag angesichts der Rekordkälte in einer besonders dicken Schicht aus Kleidung eingemummelt. Als stellvertretende Objektleiterin bewacht sie mit 15 Kollegen in Berlin die britische und die amerikanische Botschaft. Schmidt ist eine von Hunderten, die trotz eisiger Temperaturen draußen ausharren müssen. Ob Müllabfuhr, Streudienst, Rettungsmannschaften oder Wachleute - die Dienstleister halten auch unter extremen Bedingungen die Hauptstadt am Laufen, manche ohne eine Minute im Warmen. Bis fast minus 20 Grad sanken die Temperaturen in Berlin.

  

 

 

weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 5/5 (1 Votes)
Loading ... Loading ...

Fahrplanänderungen in Berlin

 

schmalspurbahn_harz_ddp.jpg

Im Schienenverkehr gibt es oft Behinderungen bei Eis und Schnee (Bild: ddp)

 

Der starke Frost hat zu Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr in Berlin und Umland geführt. Wegen der extremen Witterungslage seien an zahlreichen Fahrzeugen technische Störungen aufgetreten, die den Einsatz der betroffenen Züge verhindern, teilte ein Bahnsprecher am Dienstag mit. Auf vielen Linien komme es daher zu Ausfällen. Zusätzlich führten Störungen an Weichen und Signalanlagen zu Verspätungen im gesamten Netz. Das Unternehmen empfiehlt den Fahrgästen, im Stadtbereich 20 Minuten und auf Umlandverbindungen 30 Minuten mehr Fahrzeit einzuplanen.

Zur Stabilisierung des Zugbetriebs verkehrt die S-Bahn den Angaben zufolge seit Dienstagnachmittag mit verändertem Fahrplan. Die Ringbahnlinien (S41/S42) fahren durchweg im 10-Minuten-Takt. Auf der Linie S2 fahren die Züge zwischen Potsdamer Platz und Lichterfelde Süd nur alle 20 Minuten. Der 10-Minuten-Takt auf der S5 wird nur zwischen Warschauer Straße und Hoppegarten angeboten. Die Linie S75 fährt durchgehend im 20-Minuten-Abstand. Die Fahrten der Verstärkerlinie S85 im Berufsverkehr entfallen.

(Unter s-bahn-berlin.de sind ab dem späten Abend alle aktuellen Informationen zum Fahrplan am Mittwochmorgen verfügbar.)

 

 

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 5/5 (3 Votes)
Loading ... Loading ...

Kälte wie seit 12 Jahren nicht mehr!

 

thermometer_ddp.jpg

Minus 11 Grad auf dem Brocken, doch das war noch relativ “warm” (Bild: ddp)

 

Die Nacht zum 6. Januar war besonders in der Mitte und im Osten Deutschlands mit eisigen Temperaturen unter minus 20 Grad die kälteste Winternacht seit Anfang Januar 1997. Damals wurden in den frühen Morgenstunden des 2. Januar zum Beispiel in Gardelegen -26,4 Grad gemessen, in Braunschweig waren es noch -21,5 Grad. In der letzten Nacht war die Station des Deutschen Wetterdienstes in Garsebach bei Meißen (Sachsen) der „Spitzenreiter” unter den Tiefkühlwerten mit -24,8 Grad. In Holzdorf (Landkreis Wittenberg) waren es - 24 Grad. Der Rekord aus dem Jahre 1956 mit - 24,6 Grad wurde an dieser Station knapp verfehlt.

 

Die eisige Luft hält sich besonders in jenen Regionen Deutschlands, wo es über frischem Pulverschnee unter sternenklarem Himmel die ganze Nacht auskühlen kann.

 

Tiefsttemperaturen unter minus 20 Grad kommen zwar vom Bergland und einigen exponierten Tälern abgesehen in unseren Breitengraden nicht sehr häufig vor, doch braucht man in den Archiven der Wetterdaten auch nicht sehr lange zurückblicken, um noch mehr klirrende Kälte zu finden. So sank das Thermometer in Leipzig am 14. Januar 1987 bis auf -27,6 Grad und in Kempten (Allgäu) am 8. Januar 1985 sogar auf sibirische -29,8 Grad.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4.38/5 (8 Votes)
Loading ... Loading ...
« Vorherige Einträge