15. November 2009

Entwaldung im Amazonas auf historischem Tiefstand

 

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Der Künstler Yadegar Asisis steht in der Stadthalle in Schmallenberg auf einem Ausschnitt seines Amazonas-Panoramas. (Bild: ddp)

 

WWF ruft zur Fortsetzung der Anstrengungen auf

Brasilien vermeldet einen herausragenden Erfolg im Kampf gegen die Zerstörung des Amazonas. Die Entwaldung lag im zurückliegenden Messzeitraum auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen 1988. Das gab Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gestern Abend Ortszeit bekannt. Insgesamt wurden im Zeitraum von August 2008 bis Juli 2009 7.000 Quadratkilometer Amazonaswald abgeholzt. Das sind knapp halb so viel wie im Vorjahr und nur ein Viertel des historischen Höchststands von 1995 (29.000 km2).

„Das sind äußerst ermutigende Nachrichten für die Umwelt, die Menschen vor Ort und nicht zuletzt für das Weltklima“, so Roberto Maldonado, Amazonasexperte und Projektkoordinator des WWF Deutschland für die Region. „Natürlich ist die Entwaldung des Amazonas noch immer dramatisch, aber die neusten Zahlen können ein Meilenstein bei der Rettung des Amazonas sein“.

Ein besonderer Erfolg ist im WWF-Projektgebiet im Nationalpark Juruena im Bundesstaat Mato Grosso zu verzeichnen. Der Nationalpark half in Mato Grosso, die voranrückende Entwaldungsfront zu bremsen und die Entwaldungsrate von 12.000 Quadratkilometern im Jahr 2004 auf 1.000 in diesem Jahr zu drücken.

 

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13. November 2009

Polar 5 ist gestartet

 

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Das Polarflugzeug Polar 5 (Bild: Ude Cieluch, Alfred-Wegener-Institut)

 

Das Polarflugzeug Polar 5, das vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft betrieben wird ist am Donnerstag den 12. November Richtung Antarktis gestartet. In der Saison 2009/10 wird Polar 5 in drei wissenschaftlichen Programmen eingesetzt und das etablierte antarktische Flugnetzwerk DROMLAN (Dronning Maud Land Air Networks) sowie diverse Feldprogramme logistisch unterstützen. Einschließlich der Flüge in die Antarktis und zurück leistet Polar 5 im Rahmen der Expedition voraussichtlich etwa 375 Flugstunden.

Die Flugpiste Novo Airfield nahe der russischen Station Novolazareveskaya ist für Wissenschaftler und Crew der kanadischen Firma Kenn Borek Air Limited die Basis für zwei geophysikalisch-glaziologische Projekte im ersten Saisonabschnitt. Seit mehreren Jahren werden die Polarforschungsflugzeuge des Alfred-Wegener-Instituts zur Kartierung von geologischen Strukturen im weiteren Umfeld der Neumayer-Station über dem Ozean und über dem eisbedeckten Inlandeis eingesetzt. Ziel dieser Kartierungen ist es, das Aufbrechen des Superkontinents Gondwanas detaillierter als bislang zu verstehen und herauszufinden, wie die heute weit verstreuten Fragmente innerhalb von Gondwana zueinander gelegen haben. Dazu wird das in den letzten Kampagnen überwiegend über Land und Eis gelegene Erkundungsgebiet in den kommenden Wochen seeseitig erweitert. Hierfür wird Polar 5 unter anderem mit empfindlichen Magnet- und Schwerefeldsensoren ausgerüstet, die die Strukturen der Erdkruste messen. 

 

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12. November 2009

“acqua alta” ist zu Ende

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Alternative Energien werden immer wichtiger – bitte auf das Bild klicken. (Bild: ddp)

Mit hochkarätigen Expertenrunden, interdisziplinärem Austausch und Vorträgen mit innovativen Ansätzen ist am Donnerstag die acqua alta, Internationaler Kongress mit Fachmesse für Klimafolgen und Hochwasserschutz, in Hamburg zu Ende gegangen. Drei Tage lang erörterten rund 70 Referenten aus zwölf Ländern die aktuelle Situation, präsentierten Forschungsergebnisse und diskutierten mögliche Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Rund 800 Teilnehmer und Besucher (Vorveranstaltung 2006: 504) informierten sich vom 10. bis 12. November im CCH – Congress Center Hamburg über die neuesten Entwicklungen und Projekte. Auch die Produkte und Dienstleistungen von 56 Ausstellern stießen auf großes Interesse. Rund 20 Prozent der Fachbesucher kamen aus dem Ausland.

„Die acqua alta hat sich als hochkarätiges Forum etabliert, auf dem Vertreter von Politik, Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft die vielfältigen Forschungsergebnisse und die praktischen Erfahrungen mit Klimafolgen und Hochwasserschutz diskutierten“, so Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress. „Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden.“ Ministerialdirektor Robert Scholl vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung moderierte mehrere Foren und hob das hohe fachliche Niveau hervor: „Mit seinem attraktiven Programm und dem breiten Themenspektrum hat der Kongress im europäischen Vergleich eine Solitärstellung.“ Ähnlich positiv äußerte sich Ministerialdirektor Dr. Helge Wendenburg, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im Bundesumweltministerium: „Das Kongressprogramm der acqua alta liest sich wie eine Blaupause des im Zuge der nationalen Anpassungsstrategie an den Klimawandel bis 2011 zu entwickelnden Aktionsplanes.“

Um städtebauliche Anpassungs-Visionen ging es im Forum „Architektur und Wasser“ mit Spitzen-Architekten wie Hadi Teherani und Koen Olthuis. Der Niederländer Olthuis ist führend auf dem Gebiet schwimmender Gebäude: „Mit Floating Architecture können wir hochwertigen Lebensraum auf dem Wasser gewinnen. Das bietet Städten in der ganzen Welt die Möglichkeit, auf die klimatischen Veränderungen flexibel zu reagieren. Eine Veranstaltung wie die acqua alta ist wichtig, weil ihre Teilnehmer und Besucher diese Ideen als Botschafter in die Welt hinaustragen.“

Führende Wissenschaftler berichteten auf dem Kongress über aktuelle Forschungsstände, Projekte und Entwicklungen. Einhellig betonten sie die große Bedeutung der acqua alta als Kommunikationsplattform. Dr. Armin Haas vom Potsdam Institut für Klimaforschung (PIK): „Wir müssen lernen, mit der Unsicherheit bezüglich der Risiken und auch Chancen der Wasserwirtschaft umzugehen. Darum ist es gut, dass die acqua alta Themen wie das Risikomanagement in den Fokus rückte. Sie führte Experten mit unterschiedlichen Hintergründen

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